
"PG" in euren Liquids
Propylenglykol – kurz PG – ist einer der wichtigsten Grundstoffe in modernen E-Liquids. Die farblose und nahezu geruchsneutrale Flüssigkeit wird seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, darunter Lebensmittel, Kosmetik, Medizin und E-Zigaretten.
Beim Dampfen übernimmt PG mehrere wichtige Funktionen. Besonders bekannt ist Propylenglykol dafür, Aromen sehr effektiv zu transportieren. Liquids mit höherem PG-Anteil wirken geschmacklich deshalb oft intensiver und klarer. Zusätzlich sorgt PG für den sogenannten „Throat Hit“ – also das typische Gefühl im Hals, das viele ehemalige Raucher vom klassischen Rauchen kennen.
Typische Eigenschaften von PG:
- intensivere Geschmackswiedergabe,
- stärkeres Zuggefühl im Hals,
- dünnflüssigere Konsistenz,
- geringere Dampfentwicklung als VG.
Bitte beachte: pures PG ist nicht dampfbar!
Im Gegensatz dazu erzeugt Vegetarisches Glycerin (VG) dichteren und weicheren Dampf. Deshalb kombinieren die meisten Hersteller beide Stoffe in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen wie 50/50 oder 70/30, um Geschmack, Dampfentwicklung und Zugverhalten auszubalancieren.
Durch seine dünnflüssige Konsistenz eignet sich PG besonders gut für kleinere Geräte, Pod-Systeme und klassische MTL-Dampfer („Mouth to Lung“). Außerdem unterstützt es die gleichmäßige Versorgung der Verdampferköpfe mit Liquid.
Propylenglykol ist also ein zentraler Bestandteil vieler E-Liquids und vor allem für Geschmack und Zuggefühl verantwortlich. Wer ein intensiveres Aroma und ein rauchähnlicheres Gefühl sucht, greift häufig zu Liquids mit höherem PG-Anteil. Das richtige Verhältnis aus PG und VG entscheidet letztlich darüber, wie sich ein Liquid im Alltag wirklich anfühlt.
Sonder-Experten-Zusatzwissen 🤪
Wenig bekannt ist außerdem, dass Propylenglykol bereits früh wissenschaftlich auf seine keimreduzierende Wirkung in der Raumluft untersucht wurde. In einer Studie von Dr. Oswald H. Robertson und Kollegen aus dem Jahr 1942 zeigte Propylenglykol-Dampf in geschlossenen Versuchsräumen eine schnelle bakterizide Wirkung auf luftgetragene Mikroorganismen wie Pneumokokken, Streptokokken, Staphylokokken und H. influenzae. Auch Versuche mit infektiösen Aerosolen wurden damals beschrieben.
Wichtig ist jedoch: Diese historischen Studien beziehen sich auf kontrollierte Raumluft-Experimente. Wir leiten daraus natürlich keine direkt gesundheitsbezogene Aussage über das Dampfen oder eine Schutzwirkung beim Inhalieren ab.